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Brokkoli: Superfood aus Deutschland

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Es vergeht kaum ein Monat, in dem uns kein neues Superfood präsentiert wird. Açaí, Chia und Co. kommen von weit her und sind ziemlich teuer. Bei dem ganzen Hype um geheimnisvolle Früchte und Samen vergessen wir oft, dass wir hierzulande unser eigenes Superfood haben. Rosenkohl, Heidelbeeren und Brokkoli zum Beispiel wachsen vor der Haustür, stecken voller gesunder Inhaltsstoffe und sind preislich unschlagbar.

Brokkoli kann man fast schon als „Gemüsewunder“ bezeichnen und jeder sollte sich bewusst darüber werden, was in dem unscheinbaren grünen Gemüse eigentlich drin ist. Wir haben für Sie herausgefunden, was Brokkoli alles kann und was ihn so einzigartig macht.

 

Herkunft und Saison


brokkoli-zeichnungGerade der grüne Kohl ist ein echtes Wundergemüse, das von den meisten immer noch vollkommen unterschätzt wird. Brokkoli zählt zu den gesündesten Gemüsen überhaupt und überzeugt darüber hinaus auch noch mit einem feinen Geschmack. Denn obwohl er zu den Kohlsorten gehört und eng mit dem Blumenkohl verwandt ist, den viele aufgrund seines kohlingen Geschmacks nicht mögen, schmeckt er deutlich milder. Neben den Röschen kann auch der Strunk gegessen werden, der ähnlich wie grüner Spargel schmeckt, weshalb Brokkoli auch als Spargelkohl bezeichnet wird. Sogar die Blätter sind genießbar.

Den Brokkoli kannte man bereits im antiken Griechenland. Schon die alten Römer wusste was in ihm steckt und nutzten ihn als Geheimrezept für den Kater, wenn am Abend zuvor mal wieder zu viel Wein geflossen ist. Seinen Ursprung hat er in Kleinasien, von wo aus er spätestens im 16. Jahrhundert Europa eroberte. Über Italien, wo der Brokkoli seinen heutigen Namen bekam, erreichte das grüne Gemüse auch Deutschland. Übersetzt heißt er nichts anderes als „Kohlsprossen“. Aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Familie der Kreuzblütengewächse, ist der Brokkoli botanisch gesehen übrigens gar kein Gemüse, sondern eine Blume.

Sogar Galileo hat dem Brokkoli einen eigenen Ferseh-Beitrag gewidmet und sich genau damit beschäftig, was alles passiert, bevor der Brokkoli im Supermarkt und letztendlich auf unseren Tellern landet. Sehr interessant!

 

Einkauf und Lagerung


Aus Italien importiert gibt es Brokkoli heute ganzjährig in den Supermärkten zu kaufen. Auf deutschen Feldern wird er in den Monaten von Juni bis Oktober geerntet. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass der Brokkoli noch eine kräftig grüne Farbe hat. Auch die feste Konsistenz ist ein Zeichen für Frische. Sobald die feinperligen Röschen stark gelblich sind, hat das Gemüse seine beste Zeit schon hinter sich. Verkauft wird es meist zu 500 Gramm, verpackt in Frischhaltefolie. Während der Saison gibt es so einen Bunde teilweise für deutlich unter einen Euro.

Wenn Sie den Brokkoli nicht gleich zubereiten möchten, dann lassen Sie ihn einfach in der Folie verpackt und lagern ihn kühl und trocken, am besten im Gemüsefach des Kühlschranks. Frische Ware hält sich da durchaus noch einige Tage. Und sollten Sie ihn doch mal vergessen haben und erste gelbliche Verfärbungen feststellen, dann keine Sorge: Er ist natürlich noch immer genießbar und lecker. Für ein cremiges Brokkoli-Süppchen reicht es allemal. Nur wenn er zu gelb wird, entwickelt er unangenehme Bitterstoffe.

Folie dranlassen! Wenn Sie den Brokkoli lagern möchten, dann entfernen Sie nicht die Frischhaltefolie, die ihn eng umschließt. Unter der Folie sammelt sich die feuchte Luft, die dazu beiträgt, dass er einige Tage schön frisch beliebt. Haben Sie also keine Angst vor geringer Staunässe.

 

Kalorienarm und nährstoffreich


makronaehrstoffe-brokkoliWas seine Inhaltsstoffe anbelangt, trumpft der Brokkoli mit zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen auf. Calcium, Kalium und Phosphor beispielsweise stärken das Immunsystem und die Knochen und kurbeln zudem den Stoffwechseln an. Eisen und Zink sättigen das Blut mit Sauerstoff und sind so für einen aktiven Fettstoffwechsel verantwortlich. Carotin sorgt dafür, dass das Auge lange gesund bleibt und kann sogar dem Grauen Star vorbeugen. Neben Vitamin C beherbergt Brokkoli auch die Vitamine B1, B2, B6 und E. Diese schützen zum Beispiel unsere Haut vor UV-Strahlung und sorgen für guten Haarwuchs.

Forscher der Universität Würzburg haben in einer Studie herausgefunden, dass der sekundäre Pflanzenstoff Flavonoid, der ebenfalls im Brokkoli enthalten ist, das Risiko bestimmter Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Auch die Magenschleimhaut wird vom Brokkoli positiv beeinflusst: Er verbessert mit seinen Inhaltsstoffen den Säuregehalt im Magen und kann sogar das Bakterium Helicobacter pylori abtöten, das für die gefürchteten Magengeschwüre verantwortlich ist.

 

Brokkoli oder Blumenkohl?

Das ist natürlich in erster Linie eine Geschmacksfrage. Von den Inhaltsstoffen her betrachtet, ist der Brokkoli in vielen Bereichen überlegen. Von den gesunden Carotinoide enthält er gleich 30 Mal so viel wie der Blumenkohl! Beim Vitamin-C-Gehalt ist es immerhin noch die doppelte Menge.

 

Brokkoli: Wundermittel gegen Krebs?


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Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Brokkoli die Tumorbildung verhindern und sogar vorhandene Tumore verkleinern kann. Verantwortlich dafür ist das krebsvorbeugende Antioxidans Sulforaphan, das krebsfördernde Östrogene aus dem Blut vertreibt. Durch den Konsum von Brokkoli lässt sich vor allem das Risiko senken, an Prostatakrebs, aber auch an Brust- und Gebärmutterkrebs zu erkranken. Die Pharmaindustrie forscht bereits daran, aus dem Brokkoli-Inhaltsstoff Sulforaphan ein Krebsmedikament herzustellen.

Damit Sulforaphan und die anderen wertvollen Inhaltsstoffe beim Kochen nicht zerstört werden, sollte der Brokkoli möglichst schonend gegart werden. Kochen Sie ihn nicht bei zu großer Hitze und nicht zu lange. Besser als kochen ist dämpfen, dann behält er auch mehr Geschmack. Anschließend am besten mit kaltem Wasser abschrecken, damit der Garprozess schlagartig unterbrochen wird. Das sorgt auch dafür, dass der Brokkoli seine schöne grüne Farbe behält.

 

Kochwasser nicht wegschütten


Den Strunk können Sie ebenfalls kochen und essen, er ist besonders zart. Dafür müssen Sie die holzige Außenschicht aber erst großzügig mit einem Messer abschneiden. Dann einfach mit ins Kochwasser geben. Weil aber auch der beste Koch nicht verhindern kann, dass einige Inhaltsstoffe vom Wasser ausgelaugt werden, trinken ganz Bewusste das Kochwasser einfach. Es schmeckt wunderbar noch Brokkoli und ist sehr bekömmlich. Wenn Sie dies beabsichtigen, achten Sie allerdings darauf, das Kochwasser nicht zu stark zu salzen.

Noch besser, als Brokkoli zu kochen, ist es übrigens, ihn roh zu verzehren. Ja, das ist möglich! Und rein medizinisch betrachtet sogar die beste Variante, weil er dann noch das Maximum seiner Inhaltsstoffe besitzt. Fein gehobelt kann man daraus zum Beispiel einen frischen Brokkoli-Salat zaubern. Vorher einfach gründlich unter dem Wasserhahn abbrausen. Wer sich unsicher ist, der sollte erst eine kleine Menge probieren. Manch empfindlicher Magen verträgt nämlich keinen rohen Kohl.

Richtig würzen! Wer den Brokkoli doch lieber gekocht genießt, der sollte wie bei Nudeln auf einen schönen Biss achten. Zerkocht schmeckt er nur noch halb so gut und ist auch weniger nährstoffreich. Neben dem Salz im Kochwasser würzen Sie anschließend nur dezent mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft und ein paar Butterflöckchen. So behält der Brokkoli seinen feinen Eigengeschmack.


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