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Kochen mit Kaffee – vielseitig und außergewöhnlich

kaffee

Kaffee und feste Nahrung, wie passt das eigentlich zusammen? Viele Gourmetköche nutzen das dunkle Getränk, als auch das reine Kaffeepulver, um neue Gerichte zu kreieren. Dabei kommt zum Beispiel eine feine Kaffeenote in Kombination mit Lachs sehr gut an.

Kaffee trinken ist schon lange keine Modeerscheinung mehr, das Kochen mit Kaffee allerdings schon. Diese neue Bewegung des Kaffees gibt es erst seit Kurzem und doch schwören schon viele Köche auf die völlig neuen Variationen, die sich aus der Zugabe von Kaffee ergeben. Viele fragen sich ob es wirklich schmecken kann, wenn man ein Gericht mit Kaffee pimpt. Wir werden das Thema in diesem Artikel nicht nur aufgreifen, sondern auch etwas besser durchleuchten.

 

Die vielseitigen Aromen des Kaffees


Kaffee hat über 800 verschiedene Aromen. Je nach Kaffeesorte und Herkunft der Kaffeebohne kann dieser teilweise nach Schokolade, aber auch nach Nelke oder Vanille schmecken, was beim Kochen noch nicht gekannte Geschmackserlebnisse ermöglicht.

Dies sind außerdem auch Akzente, die man bereits aus der Gourmetküche und vom Duft des frischen Kaffees aus der Kaffeemaschine kennt. Da die Köche hierbei auch mit der Intensität und Stärke spielen können, hat sich Kaffee als Kochzutat zunehmend einen Namen gemacht.
Wer wirklich einen Wiedererkennungswert kreieren möchte, der sollte sich bei Hauptgängen an dunkle Röstungen halten, da ihr Geschmack als besonders intensiv gilt. Im Dessert hingegen wird außer beim Tiramisu eher auf hellere Röstungen und somit einem wesentlich feineren Geschmack gesetzt.

Kaffeemuscheln mit Risotto sind laut Profi-Koch Tom Rosenberger eine sehr gute Vorspeise, um sich erstmal an das außergewöhnliche Kochen mit Kaffee heranzutasten. Früher arbeitete Rosenberger selber als Koch, heute gibt er Seminare, um auch Hobbyköche in die Feinheiten der Küche einführen zu können. Alfons Schuhbeck hat das Kochen mit Kaffee schon vor vielen Jahren für sich entdeckt. Sein Geeistes vom Kaffee ist nicht nur schmackhaft, sondern in seinen Restaurants legendär.

 

Schmecken die Kaffee-Gerichte wirklich?


kaffee-muffins

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Einer mag es lieber süß, der andere scharf. Wer noch nie mit Kaffee gekocht hat, sollte vielleicht lieber erstmal klein anfangen. Das bedeutet man kann für den Anfang zum Beispiel eine einfache Nachspeise zaubern. Dazu geeignet ist beispielsweise Parfait, oder auch Muffins. auf diese Weise ist der oft sehr empfindliche Gaumen in der Lage, sich an den süßen und doch bittereren Geschmack des Kaffees zu gewöhnen.

Wem das jedoch zu langweilig ist, der kann sich auch gleich an einen Macchiato Hühnchen (folgendes Rezept) wagen. In der Herstellung ist das Gericht nämlich recht einfach und im Geschmack wahnsinnig gut. Probieren Sie es doch mal aus!

 

Beispiel: Kaffee T-Bone Steak


Um zu verstehen wie genau das Kochen mit Kaffee funktionieren kann, ein kleines Beispiel: Der Küchenchef Jörg Götte wurde auf Videokanälen mit seinem T-Bone Steak im Kaffee-Rub bekannt. Dabei sollte man wissen, dass der Rub nicht flüssig wie die Marinade ist, sondern sehr trocken, damit das Fleisch später eine tolle Kruste erhält. Diese beinhaltet dann die ganzen Aromen des Kaffees mit dem es vorher eingerieben wurde.

Die Aromen entfalten sich zunächst einmal während das Steak in der Pfanne scharf angebraten wird und dann über die Wärme des Backofens, in der das Fleisch langsam garen kann. Dadurch bekommt das Fleisch eine ganz neue und äußerst schmackhafte Note, die man so noch nicht kennt. Vor allem aus diesem Grund ist das Kochen mit Kaffee bei Starköchen inzwischen so beliebt: Man kann ein völlig neues Geschmackserlebnis erzeugen.

 

Rezept: Macchiato Hühnchen


Zutaten (4 Personen)

  • 4 mal Putenbrust (oder jegliches anderes Hühnchenfleisch)
  • 2 Tassen gekochten Kaffee
  • 6 mal Espresso
  • Eine Zimtstange
  • ein bisschen Sternanis
  • eine Prise Kardamom
  • etwas Zucker, Salz und Pfeffer
  • Thymian, Rosmarin
  • Olivenöl
  • verschiedene Kräuter (hier kann je nach Geschmack variiert werden)

 

Zubereitung

Alle Zutaten (bis auf die Putenbrust) gut vermengen und eine Marinade herstellen. Diese dann über das Hähnchen gießen und für einen Tag an einem kühlen Ort in Ruhe ziehen lassen.

Nachher wird das Hähnchen erst scharf angebraten und dann für circa 20 Minuten bei 130 Grad im Ofen gegart. Als Beilage eignet sich Wurzelgemüse und Rosmarin-Kartoffeln sehr gut, hier können Sie aber gern etwas experimentieren, was Ihrer Meinung nach am besten zu dem Kaffee-Hühnchen passt.


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